Umsatzsteuer: Frist zur Zuordnung von Investitionen/Instandhaltungen zum Unternehmensvermögen (31. Juli 2020) beachten!

Investitionen/Instandhaltungen etc. für die Sie die volle Vorsteuer abziehen können, ordnen Sie bereits durch die ordnungsgemäße Verbuchung und Geltendmachung der Vorsteuer in der Umsatzsteuer-Voranmeldung zu. Soweit Sie die Vorsteuer nicht abziehen können (so z.B. bei zu Wohnzwecken vermieteten Gebäuden/Gebäudeteilen), erfolgt die Zuordnung nicht automatisch; Sie müssen diese dem Finanzamt bis spätestens zum 31.07 (formlos) mitteilen.

Sinn dieser Zuordnungsentscheidung ist es, dass Sei bei späterer Nutzungsänderung (z.B. Vermietung nicht mehr als Wohnung, sondern als Büro an einen umsatzsteuerpflichtigen Mieter) die Vorsteuer nachträglich geltend machen können. Relevant sind Nutzungsänderungen innerhalb von 10 Jahren (bei Grundstücken) bzw. 5 Jahren (bei anderen Vermögensgegenständen) ab Erstnutzung. Ist die relevante Vorsteuer nicht höher als € 1.000,00 (Nettobeträge bis ca. EUR 5.263,00 bzw. Bruttobeträge von ca. EUR 6.263,00) ist eine Zuordnung entbehrlich, weil der Gesetzgeber bis zu diesem Umfang spätere Nutzungsänderungen nicht berücksichtigt.

Am häufigsten sind Maßnahmen an vermieteten Immobilien oder Investitionen in Fotovoltaikanlagen betroffen.

Hinweis

  • Besonders relevant sind Fälle von gemischt genutzen Gebäuden oder Fotovoltaikanlagen.
  • Gerne beraten wir Sei bei Fragen bzw. zu treffenden Entscheidungen.