"Harter Brexit" und Vorsteuervergütung aus Großbritannien

Alle sprechen vom Brexit, namentlich vom "harten Brexit", das heißt vom Brexit ohne Abkommen. Was bedeutet das für Ihre Vorsteuern aus Großbritannien? Können Sie diese auch nach dem Austritt Großbritanniens noch zurückholen?

Zunächst einmal unsere erste Einschätzung: Wir können uns nicht vorstellen, dass Großbritannien sich total isolieren wird und Unternehmern aus EU-Staaten ab dem 30. März 2019 generell keine Vorsteuern mehr vergüten wird. Aber die Verfahrenswege und Fristen werden sich garantiert ändern. So müssen Sie sich in jedem Fall beeilen, wenn sich der Austritt Großbritanniens nicht noch verschieben sollte.

Anträge für das Vorjahr 2018, die Sie noch elektronisch über das Bundeszentralamt für Steuern einreichen wollen, sollten Sie laut einer brandaktuellen Empfehlung der Behörde spätestens am 14. März 2019 eingereicht haben. Nur dann garantiere das Amt auch, dass es Ihren Antrag noch rechtzeitig vor dem 30. März 2019 elektronisch weiterleiten könne. Das gilt auch für einen Korrekturantrag.

Vorsteuern des laufenden Jahres müssen Sie unmittelbar in Großbritannien geltend machen, und zwar für Zeiträume, die spätestens am 30. Juni 2019 enden, bis zum 31. Dezember 2019. Denn Großbritannien hat ein abweichendes Steuerjahr vom 1. Juli bis zum 30. Juni. Für Unternehmen aus Drittstaaten hat Großbritannien eine Frist von sechs Monaten.

 

Hinweis

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