Umsatzsteuer auf elektronische Dienstleistungen an Privatkunden - generelle Steuerpflicht des Dienstleisters im EU-Ausland (EU-weite Deklaration „in einem“ beantragen!)

Bisher ergeben sich für elektronische Dienstleistungen an Privatkunden unterschiedliche umsatzsteuerliche Folgen:

  1. Privatkunde wohnt in der EU = Umsatzsteuerpflicht des Dienstleisters am Ort seines Unternehmens
  2. Privatkunde wohnt außerhalb der EU (Drittland) = Umsatzsteuerpflicht des Dienstleisters am Wohnort des Privatkunden

Ab dem 01.01.2015 muss der Dienstleister die elektronischen Dienstleistungen an Privatkunden immer am Wohnort des Privatkunden versteuern (egal ob sich dieser in Deutschland, im EU-Ausland oder im Drittland befindet). Der deutsche Fiskus hat hierbei eine EU-Vorgabe umgesetzt.

Das würde normalerweise bedeuten, dass sich deutsche Unternehmen in verschiedensten EU-Ländern umsatzsteuerlich registrieren lassen müssen. Das Bundeszentralamt für Steuern bietet aber einen Ausweg an: Sie können Ihre gesamten elektronischen EU-Umsätze erklären und die Steuer „in einem Schritt“ bezahlen.

Für die Teilnahme an dieser Sonderregelung ist ein Antrag erforderlich, der ab dem 01.10.2014 gestellt werden kann. Beim Antragsverfahren unterstützen wir Sie gerne.